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Neue Kleider

Nach zwei Reparaturen und sechs Jahren intensiver Benutzung hat die Belederung meiner X-Pro 1 doch etwas gelitten. Das schwarze Kunstleder, das Fuji hier eingesetzt hat, ist über jeden Zweifel erhaben. Aber 3 Skandinavien-Reisen, unzählige verschwitzte Bergtouren… Die Ecken haben begonnen, sich aufzuwellen, da machste nix mehr…

Ich sinne also über eine Erneuerung nach, und bei dem Gedanken kommt auch die Frage, ob ich den Look meiner alten Kamera nicht gleich komplett ändern möchte: Kameras im klassischen Messsucher-Design sind zwar an sich schon ein Statement. Doch richtig individuell sind sie auch nicht, solange der Markt mir lediglich die Wahl zwischen Schwarz, Anthrazit und Silber lässt. Will man was Gewagteres, greift man zur Sonder-Edition von Leica, klar. Bin ich nicht in der Zielgruppe – das ist Pech . Trotzdem steht meine Entscheidung: Ich will eine neue Farbe, was Individuelles, als Geschenk an die Kamera für langjährige, treue Dienste. Nur wie?

Ganz einfach: Schauen Sie mal bei der japanischen Firma Aki Asahi nach einem passenden Zuschnitt für Ihren Klassiker. Herr Nakamura hat in seinem kleinen Shop so einige Überraschungen parat. Fast alle beliebten Retro-Kameras lassen sich mit seiner Hilfe, maßgeschneidert neu einkleiden. 26$ kostet der Spaß – kann man mal machen. Ich bestelle eine beige-farbenes Leder im Eidechsen-Look und warte auf Post.

Post aus Japan, wie aufregend. Der Brief hat gerade mal vier Tage gebraucht.

Der Rest ist mit etwas handwerklichem Geschick für jeden Mutigen zu machen. Pulen Sie das Gummi vom Handgriff, dann sehen Sie: Sie benötigen einen kleinen Schraubendreher für den Handgriff. Später dann einen Holz- oder Kunststoffspatel zum Ablösen der alten Belederung und ggf. etwas Waschbenzin zum Entfernen hartnäckiger Kleberreste. Diese ersten Schritte fühlten sich nicht so toll an. Mache ich hier ohne Note etwas kaputt?

Beim „Anziehen“ helfen ein Schälchen Wasser (damit lässt sich die Klebefläche auch nachträglich noch etwas justieren), eine Vergrößerungsbrille und ne ruhige Hand. Vor allem an den Kanten und um die Schalter kann der Holzspachtel beim Andrücken sehr helfen. Der Handgriff kommt in meiner Variante nicht mehr dran – ich will es „clean“.

Die Passgenauigkeit ist extrem hoch. Aber Vorsicht: Das von mir geordete „Beige Lizard“-Material ist dicker als die originale Belederung – jeder zehntel Millimeter, den man beim Ausrichten daneben liegt führt an anderer Stelle zu Kanten, die sich nicht sauber anlegen sondern etwas „aufstehen“ Am ersten Abend hat es mich noch geärgert – mittlerweile kann ich drüber hinweg sehen. Für 26$ ist die Übung bei Nichtgefallen jederzeit zu wiederholen. Was spricht denn dagegen, jedes Jahr ein neues Kleid anzuschaffen? Wie wäre es denn mit Pink?

Ach ja: Ich hab das Ergebnis in Bildern dokumentiert.

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K(l)eine Ursache

Wenn mir Dinge zu denken geben, sind Sie für mich prinzipiell schon mal ein Geschenk. Klar, ich mag stabile Verhältnisse und Bestätigung wie die meisten Menschen auch. Aber das unverhoffte kritische Ins-Nachdenken-Kommen brauche ich genauso. Als ganz direktes Feedback an mich selbst: „Hey, Du bewegst Dich ja doch noch.“ Nicht jeden Tag gibt es ein großes Geschenk, nicht jeden Tag muss ich meine Weltsicht umkrempeln, weil da ganz grundsätzliche Ansichten in Frage gestellt wurden. Was mir aber heute passiert ist, ist sehr klein und doch besonders.

Verstehen wir uns nicht falsch: Hier geht es immer noch um Hifi. Um Musik aus der Konserve. Um den puren Eskapismus. In meiner Arbeit mit Menschen bin ich es gewohnt, Feedback zu bekommen und zu geben, das ganz existentielle Fragen aufwirft. Mein Hobby hat nichts von dieser Tragweite oder Relevanz. Viel schlimmer: Heute geht es um Silberstecker!

In meinen sich stetig ändernden Ketten und Gerätekombinationen gibt es eine feste Konstante: Mein Lautsprecherkabel ist von Kimber. Ein schlichtes 8PR, das schon meinen ersten Pioneer-Verstärker und die ersten „richtigen“ Lautsprecher von Dali miteinander verband. Wer mich etwas kennt weiß, dass ich mit dem Kabelzirkus nicht viel am Hut habe. Das Kimber war ein Zufallskauf bei ebay, den ich seit 15 Jahren nicht bereue. Aktuell verbindet es meinen Cayin Röhrenverstärker mit den Sonics Amerigo – immer noch in der gleichen Konfektionierung mit Hohlbananas wie am ersten Tag. Diese Stecker sind verschraubt und bestehen aus vergoldetem Messing. Dynavox und Inakusik bieten diese unscheinbaren Dinger mit der roten/schwarzen Plastik-Hülle immer noch an. Kann nicht so schlecht sein. Ich hatte also nicht vor, daran etwas zu ändern.

Nun beschäftige ich mich intensiv mit einem Verstärker-Neubau für die Bullfrogs (das ist ein anderes Thema). Aber im Zuge dieser Thematik war die Anfertigung eines neuen Lautsprecherkabels dran, denn hier will ich auf jeden Fall alles richtig machen. Ich suchte nach günstigen Verbindern, die arm an Masse, reich an Oberfläche, stabil und sehr gut leitend sind. Die“Harmony Bananas“ von Keith Eichmann gehen da schon in die richtige Richtung, sind mir aber viel zu teuer. Wie wäre es mit versilberten Hohlbananas aus Beryllium-Kupfer? Die gibt es bei ebay oder bei Art & Voice und einigen anderen. Der Preis ist niedrig, und so bestellte ich gleich ein paar mehr um dem alten Gefährten, meinem Kimber 8PR, mal „neue Schuhe“ zu gönnen.

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Versilberte Hohlbananas aus Beryllium Kupfer vom Verkäufer „Soundbörse“ (ebay)

Was kann ich nun zum Ergebnis sagen?

  1. Die Stecker sind stabil und wiegen circa so gut wie nichts. 580 Milligramm. Nur blanke Kabelenden können leichter sein. Die alten Messing-Bananas waren dagegen die reinsten „Klötze“.
  2. Die alten Verbindungen waren verschraubt. Beim Lösen der Stecker rieselten mir zerbröselte Reste dunkelbraun korrodierten Kupfers entgegen. Löten kann da nur besser sein.
  3. Das Löten mit diesen Steckern will geübt werden. Man kommt mit dem Lötkolben nämlich nicht ins Innere. Außerdem ist das Kimber 8PR mit seinen 16 Einzellitzen kein leichter Spielpartner auf der Werkbank. Ich war darauf vorbereitet, dass der erste Stecker nicht schön werden würde – diese Erwartung habe ich deutlich übertroffen. Da half nur noch großzügiges Abschneiden, ab in den Müll und neu anfangen. Schließlich hat sich dieser Weg als erfolgreich bewiesen:
    • 15 Zentimeter entflechten und sortiert zu braun bzw. schwarz verdrehen.
    • Die Enden gerade abschneiden, dann wieder ein wenig aufdrehen und 15 Millimeter abisolieren. Hierzu benötigen Sie ein richtiges Werkzeug. Bei 64 Litzen (Stereo) drohen sonst Schnittwunden, abgerissene Drähte, schmerzende Handgelenke und Lustlosigkeit.
    • Alles sauber wieder zusammendrehen, großzügig verzinnen und bei 10 Millimetern nochmals gerade abschneiden. Nehmen Sie eine breite meißelförmige Lötspitze und einen Lötkolben mit mindestens 60 Watt.
    • Beim Löten soll das Lötzinn im hinteren Teil des Steckers bleiben. Spannen Sie das Kabelende deshalb senkrecht mit der verzinnten Spitze nach oben ein, stecken Sie den Hohlbananenstecker oben drauf und erhitzen Sie ihn mit dem Lötkolben von außen. Bei dünneren Leitungen sollte der Stecker nur leicht schräg nach oben zeigen. Sonst läuft das Zinn zu schnell nach hinten durch.
    • Führen Sie von oben durch den Hohlstecker Lötzinn nach. Achten Sie dabei darauf, dass kein Lötzinn im flexiblen vorderen Teil des Steckers hängenbleibt und ebenso, dass die Isolierung des Kabels nicht völlig wegbrutzelt.
    • Zum Schluss noch mit Schrumpfschlauch überziehen – fertig!
  4. Die Verbindung ist großartig! Der Stecker sitzt sehr gut und schaut vernünftig aus.

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Was ich nicht erwartet hätte ist, dass ich wirklich einen Unterschied wahrnehme. Die Kette aus Sonics-Lautsprechern und einem KT88-Verstärker klingt sonst sehr weich, ein bisschen langsam. Ich schätze das als guten Kontrast zu meiner sonstigen Kost aus Horn und Kopfhörern. Wie viel in diesem Samt-Modus verloren geht, meinte ich einschätzen zu können. Bis jetzt! Da sind subtile Unterschiede, die ich in der Art nicht erwartet und Steckverbindern nicht zugetraut hätte.

Kleiner Exkurs: Die professionellen Hifi-Redakteure neigen ja gern dazu, schwere Verstärker, fette Kabel, hundsschwere Tonabnehmer und dicke Masselaufwerke mit mächtigem und voluminösem Bass zu assoziieren (z.B. McIntosh oder Transrotor), während dem Leichtbau (z.B. Plattenspieler von Rega oder Lautsprecherkabel Reson LSC) gern Rhythmus und Durchzeichnung zugeschrieben werden. Ich finde das so bildlich assoziativ wie dämlich – aber es funktioniert immer wieder.

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Die Silberstecker machen (im Vergleich zur korrodierten Messing-Kupfer-Verbindung, so fair muss man sein) was ganz anderes: Ein Quäntchen mehr Dynamik und Volumen im Bass. Tiefgang mit Qualität. Das hört sich überhaupt nicht nach 4,7 Gramm versilbertem Kupferblech an. Das hat richtig Gewicht und Körper. Außerdem hatten die Sonics die unangenehme Angewohntheit, bei höheren Lautstärken anstrengend zu werden. Leicht nervös im Hochton und anstrengend im oberen Mittelton. Eine Sopranstimme, Chor oder Saxophon hatten was von einer harten Giftigkeit – gut, dass ich fast immer leise höre. Oder höre ich etwa leise, weil ich der Nervigkeit entgehen will?

Wie auch immer, die Sonics hatten ein Problem, und das ist nun weg. Ein neu konfektioniertes Kabel hat Entspannung ins Klangbild gebracht. Und dass ich sowas mal schreiben würde, das gibt mir halt zu denken.

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Millett’s NuHybrid – (5) – ausführlicher Hörtest

Eine reichliche Woche haben ich den NuHybrid nun bei mir im Einsatz. Jeden Tag fällt mindestens eine Stunde intensives Musikhören dabei ab – am Wochenende ist es deutlich mehr, außerdem genieße ich mit meiner Frau auch gerne mal Filme über Kopfhörer. Jaja, wir sind lieb zu unseren Nachbarn… Ganz grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass die tägliche Stunde viel zuwenig ist – das Ding macht süchtig! Aber erstmal der Reihe nach.

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Ich höre über verschiedene Quellen: Am PC hängt ein M2Tech Hiface Dac, im Schlafzimmer steht ein IFI micro iDSD, im Wohnzimmer ein Denon DVD 3930 und in allen anderen Situationen nutze ich noch einen Hifiberry DAC – den allerersten mit dem  PCM 5102A. Meinen Nuhybrid schleppe ich also seit einer Woche von Raum zu Raum um ihn in allen Paarungen mal ausprobiert zu haben. Außerdem mussten verschiedene Kopfhörer* ran:

  • Shure SRH840
  • Beyerdynamic DT 770 32Ohm
  • Beyerdanymic DT 880 edition 600Ohm
  • AKG K271 Studio
  • AKG K701

Technisches

Die NuHybrid ist ein kleine Diva, die gleich zwei Star-Allüren mitbringt:

  1. Die Nutube neigt unverholen zur Mikrophonie. Wie Korg sich das in einem Gitarrenverstärker oder gar Bodeneffektgerät vorstellt, erschließt sich mir nach den ersten Erfahrungen wirklich nicht. Egal, was Sie mechanisch anstellen – Gehäuse antippen, den Kippschalter beim Anschalten schön schnippen lassen, den Verstärker zurechtrücken und dabei über die Stellfläche ziehen – alles wird mit hochfrequentem Sirren und Pfeifen beantwortet. Dieser Tinnitus braucht so 10-20 Sekunden um abzuklingen.
  2. Sie spielt nicht mit jedem sondern hat krasse Vorlieben. Vergessen Sie In-Ears und alles unter 250Ohm! Faustregel: Besser hochohmig und gerne leistungshungrig und offen. Der Shure (geschlossen, 40Ohm) reproduziert merkliches Brummen und Rauschen, klingt dumpf und immer zu laut. Der K701 kann die Spannung von bis zu 6 Volt gebrauchen, wirkt aber an der NuTube immer ein wenig angestrengt, komprimiert und hart. Ebenso der DT770. Bei 32 Ohm Impedanz rauscht es immer ein wenig, so dass beispielsweise bei Kammermusik viel Spannung verloren geht. Und Leisehören geht damit ebenfalls nicht. Den Traumpartner findet Pete Milletts Zögling im DT880 edition (600Ohm). Da stimmt auf einmal alles. Und das klingt dann so:

Dynamik

Butterweich geht der kleine Hybridverstärker zu Werke, feindynamisch hochspannend, aber in der Grobdynamik, in allen Impulsen und Transienten eher sanft. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Sie können sich schon prima erschrecken, wenn Dizzy Gillespie in „Frelimo“ plötzlich aus der Hüfte schießt. Und auch die kleine Trommel im ersten Takt von Poulencs Konzert für zwei Klaviere setzt mächtig Adrenalin frei. Aber eben stilvoll. Wo man dem DT880 gern Schärfe nachsagt ist hier alles eitel samtene Eleganz. Das geht laut und lange.

Frequenzbereiche

Tonal zeigt sich Milletts Konstruktion mustergültig – der Bass ist voluminös bis mächtig, dabei aber fein durchgezeichnet und kontrolliert. Er kann so knarzig und wuchtig daherkommen, dass Sie vergessen, dass Sie gerade nur Kopfhörer aufhaben.
Der Grundton ist einfach da – unauffällig, genug, um glaubhafte Körperhaftigkeit zu vermittleln, wenig genug um auf Lange Sicht nicht zu nerven.
Die Mitten sind wie bei den besten Single Ended Trioden klangfarbenstark und das wahre Fundament der Musik. Kennen Sie das – Aufnahmen, bei denen Sie im Booklet nachlesen müssen, ob Sie da gerade eine Klarinette oder ein Saxofon hören? Ja? Das ist mangelndes Auflösungsvermögen im Mittelton. Ich sage nicht, dass das mit dem Millett gar nicht mehr vorkommt, für die Aufnahmen kann er ja nichts. Aber dieses Gefühl, dass alles genau das ist, wonach es sich anhört – das ist richtiges Hifi und in diesem Gerät verdammt gut umgesetzt.
Die Höhen sehe ich kritisch. Samtig und detailreich ja, aber auch sehr anfällig für Klirr und andere Unbilde. Den von Pete Millett offen zugegebenerhöhten Klirr hören Sie, wenn Sie hoch ausgesteuerte Musik richtig laut hören wollen, und zwar im Hochton zuerst. Der Song „Brother? Brother!“ auf der gleichnamigen CD von Anne Ducros ist da ein schlimmes Beispiel.

Räumlichkeit und Auflösung

Räume reproduziert der NuHybrid an den richtigen Kopfhörern zum Niederknien schön. Weit, luftig zum Reinkriechen und Wegträumen. Faszinierend auch, dass Entfernung und Auflösung kein Widerspruch sind. Bei „Larry The Spinning Poodle“ von Bruce Katz bewegt sich das Saxophon immer leicht vor dem Mikrofon hin und her, räumlich dahinter findet im Klavier ein wilder Ragtime statt, aber da fehlt nichts. Suber aufgestellt, klar nachvollziehgbar und mit analytischen Kopfhörer ganz großartig durchhörbar ohne zu zerfallen.

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Was für ein fein glimmender Staubfänger. Der Millett NuHybrid ist für technisch affine Menschen durchaus hübsch anzuschauen. Wie lange das in den üblichen Staub-Dimensionen eines deutschen Haushalts noch so bleibt, ist ungewiss. Zur Notbekommt er später doch noch ein geschlossenes Gehäuse. Der Signal-Rausch-Abstand wird’s danken.

Fazit

Pete Millett ist mit seinem NuHybrid ein tolles Gerät zum Musikhören gelungen. Wer noch nie mit ernsthaftem Hifi zu tun hatte oder wissen will, was den Reiz von Röhrenvorstufen ausmacht: Hier ist der simple approach, der leichte Einstieg ins Selbermachen, ins Kennenlernen und dabeibleiben – er ist schnell aufgebaut, setzt wenig Kenntnisse und noch weniger Wissen voraus. Dazu gibt er sich so langzeittauglich wie wenige andere Komponenten, die ich kenne. Die Macken, die er hat, sind mit dem passenden Kopfhörer, einem guten Aufstellungsort (und dem Verzicht auf totkomprimierte Popmusik) gut in den Griff zu kriegen. Was dann kommt, ist einfach nur Spaß!

 
Gehörte Musik:

  • Stavanger Symphony Orchestra, Ole Kristian Ruud: Geirr Tveitt – 100 Folk Tunes (FLAC, 16/44.1)
  • Oregon – Oregon (FLAC 16/44.1)
  • Dizzy Gillespie – Dizzy’s Big 4 (FLAC 16/44.1)
  • Anne Ducros: Brother? Brother! (FLAC 24/44.1)
  • Bruce Katz Band: Transformation (FLAC 24/96)
  • Malaysian Philharmonic Orchestra, Claus Peter Flor: Dvořák, Symphony No. 7 (DSD)
  • Joël Grare, L’Ensemble Paris Istanbul Shanghai: Paris Istanbul Shanghai (FLAC 16/44.1)
  • Anima Eterna Brugge, Jos Van Immerseel: Poulenc – Œuvres pour clavier & orchestre (FLAC 24/44.1)
  • Badbadnotgood: IV (FLAC 24/96)
  • Feuerwerk für Orgel – Gerhard Oppelt an der großen Orgel der Lindenkirche Berlin Wilmersdorf (FLAC 16/44.1)
  • SWR Sinfonieorchester, Ernest Bour: Maurice Ravel – Le tombeau de Couperin (FLAC 16/44.1)
  • Bojan Z – Xenophonia (FLAC 16/44.1)

*[Warum da kein echtes High-End-Geschoss dabei ist? Ist ein anderes Thema – hat was mit persönlichen Ansichten zu tun. Bericht ist Arbeit.]

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Millett’s NuHybrid – (4) – Villa Lötfried

Am letzten Wochenende war es so weit:

3 Stunden dauert es, dann steht der Millett NuHybrid da und ist benutzbar. Was Sie brauchen, ist Sorgfalt beim Sortieren der Teile, Petes Anleitung, einen vernünftigen Lötkolben, Lötzinn, eine dritte Hand, gern mit Lupe, einen Saitenschneider, einen Uhrmacherschraubendreher und ein Digitalmultimeter. Was ich noch benutzt habe, ist eine Atemmaske, denn obwohl auf meinem neuen Lötzinn groß „halogenfrei“ steht und es auch deutlich weniger qualmt als mein altes – gesund fühlt sich das verdampfende Flussmittel irgendwie nicht an.

Die Rückseite ist nicht so schön geworden, aber meine Lötstellen werden mit der Zeit immer besser. Letztlich ist es zweitrangig – offensichtlich habe ich fehlerfrei gearbeitet. Ales funktioniert aus dem Stand. Beim ersten Messen des Ruhestroms habe ich mich gehörig erschreckt. 0 Volt? Was‘ denn das? Oh, ähm, die OpAmps vergessen einzustecken.

Dann am Abend mein erster Funktionstest, das klingt ja warm und butterweich. Die Nutube ist aber übelst mikrofonieanfällig. Nun ja – ein verklebtes Sandwich aus Aluplatten und Teichfolie ins Gehäuse montiert und schon steht die Kiste fest genug, um sich nicht vom Cinchkabel über den Tisch ziehen zu lassen.

Enttäuscht bin ich vom teuren Poti aus Japan. Das TKD brummt, wenn meine Hand in seine Nähe kommt. Und es kratzt. Am unteren sowie oberen Ende des Regelbereichs kommt noch ein Fauchen dazu. Das hab ich mir anders vorgestellt. Doch auch das lässt sich teilweise beheben: Eine Erdungsschelle hinter der Überwurfmutter und ein Stück Litze zum Massepol der LED. Dann ein paar Mal zügig am Regler gedreht. Schon ist Ruhe.

Den Tipp mit der Erdung des Potis finden Sie neben zahlreichen anderen wertvollen Hinweisen im Thread bei Head-Fi.org

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Millett’s NuHybrid – (3) – Seid Ihr alle da?

Jawoll, seit Mittwoch ist der Teileberg komplett. Pete Millett hat ein pieksauber verpacktes Büdel aus Nutube und Leerplatine geschickt. Das Board ist hervorragend gearbeitet. Ich muss einfach nochmal hervorheben, wie großartig ich es finde, dass Pete die Platinen seiner beiden Nutube-Projekte quasi kostenlos verteilt, um der Nutube den Weg in die Szene zu erleichtern. Als Dank winken Erfahrungsberichte, neue Designs, mehr Vielfalt in der Selbstbaugemeinde.

Ach so: Leichtes Kribbeln in den Fingern.

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Röhrenschirmung DIY

Es ist schon ungemein praktisch, einen Frisör zum Freundeskreis zählen zu dürfen. Die 24mm-Lockenwickler passen perfekt um die drei 6N2P aus meiner Phonovorstufe zu beruhigen. Sie passen gerade so über die Röhren und sitzen auf der umlaufenden Nut des Keramiksockels auf. Kurzschlussgefahr besteht also nicht.

Rauscht weniger? Rauscht weniger.

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Millett’s NuHybrid – (2) – Was Besonderes bestellen

Ein Schmankerl hab ich mir noch gegönnt, ebenfalls heute geliefert vom Röhrenhaus Anette Kunisch, gibts aber auch bei Thel und den üblichen anderen Verdächtigen.

Ein feines japanisches Leitplastik-Poti von TKD. Ich bin gespannt, wie es läuft und klingt.

Damit fehlt nur noch die Platine und die Hauptdarstellerin, die Nutube. Petes Päckchen liegt gerade in Paris, es dauert also nicht mehr lange. Der United States Postal Service ist was gaaanz anderes als FedEx – das Paket macht eine lustige Reise von McKinney, TX über Dallas, TX und Stamford, CT, weiter nach Jamaica NY endlich zum Flughafen JFK (ebenfalls NY). Den Lötkolben pack ich erstmal wieder weg.

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Millett’s NuHybrid – (1) – Bestellen

Am Sonntag ging ich noch davon aus, dass die Lieferung Tage, gar Wochen dauern würde. Es wäre mir recht gewesen. Am nächsten Wochenende finden in Hamburg die Norddeutschen Hifitage und die Hansespirit statt. Da wollte ich ganz sicher was anderes machen als am Lötkolben zu sitzen.

Nun sind die Jungs und Mädels bei Mouser.com aber von der schnellen Sorte. Heute war schon der Fedex-Mann da und brachte ein Paket voller pieksauber in Beutelchen abgezählter Teile mit Inventarliste zum Abhaken. Großartig!

Was zu Mouser.com noch zu sagen ist: Die Teilevielfalt empfinde ich als unglaublich. Es gibt eben nicht einfach nur Metallfilmwiderstände mit bestimmten Daten und Toleranzen – es gibt sie von zig Herstellern in den dollsten Bauformen, die ich beim ehrwürdigen Conrad noch nicht gesehen habe. Bei elektromechanischen Bauteilen wie Steckern und Buchsen wird diese Vielfalt dann aber schnell zum Fluch, denn nach den Symbolbildern kann man bei Mouser nicht gehen. Und die Suchfilter funktionieren auch nur so halbgut. Man wälzt Datenblätter, mehr als eigentlich nötig wären.

Wenn Sie also die volle Auswahl bei fairen Preisen brauchen, Teilelisten in Projekten verwalten wollen und viel Zeit zum Suchen haben, ist Mouser eine gute Wahl.

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