Fotografie, In eigener Sache, kunst

Mehr als nur Hifi

Manchmal ist eine Geschichte zuende. Nicht fertig erzählt. Sie ist dramaturgisch an einer Stelle angekommen, an der der Autor weiß, was noch zu erzählen ist. Er sieht die Möglichkeiten der Geschichtevor sich und fragt sich ob diese Zukunft denn schreibens- und lesenswert sei.

So verhält es sich mit meiner Beziehung zum Hifi. Ja, die leidenschaftliche Auseinandersetzung mit Technik, Trends und Lösungskonzepten – sie ist noch da. Gelegentlich entwickelt sich am heimischen Setup auch noch was. Und ganz sicher höre ich jeden Tag Musik, keine Sorge. Nur ob ich darüber schreiben soll – hier bin ich nach einem Jahr Pause mehr als unsicher.

Abbildung des Eingangsbereich im UKE Hamburg

Zentralarchiv UKE Hamburg, 03/2020

Andererseits ist das Schreiben eine effektive Art, seine Gedanken zu ordnen. Ist wichtig. Sollte ich nicht aufgeben. Und aus diesem Grund bekommt der Blog ein weiteres Thema, um regelmäßig Gedanken und Ideen in die Welt transportieren zu dürfen. Wie Sie vielleicht nicht wissen, habe ich neben dem Musikkonsum auch noch ein produktiv-kreatives Hobby. Ich fotografiere.

Mein Ziel ist, an dieser Stelle jede Woche eine kleine fotografische Idee zu plazieren. Das kann ein Bild, ein Stück Ausrüstung, ein Life-Hack oder ein Kommentar zur Zeit sein.

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Elektronik, HiFi, In eigener Sache, Röhren

Womit ich so Musik höre

Ja, das ist ein ziemlich egofuckiger Lückenfüller – ich weiß. Aber im Job wie auch privat ist es gerade zu turbulent um über was Substantielles wie Musik zu schreiben. Auch neue Technik ist rar: Der ifi AC ipurifier steckt in verschiedenen Setups immer wieder mal in der Steckerleiste – ein Urteil gibt es dazu aber immer noch nicht. Da liste ich doch erstmal auf, womit ich so Musik höre.

Neben den tragbaren Gerätschaften für S-Bahn, einsame Fußweg und langweilige Hotelzimmer gibt es nämlich zwei etwas größere Setups. Nur falls mal einer fragt:

Raum 1

  • Plattenspieler Technics Sl-1210 mit AT440MLa, Carbonmatte und Plattengewicht bfly PG1+ MK2
  • Digitaltransport Raspberry Pi 2B mit Tuning-Netzteil ifi iPower
  • DAC ifi micro iDSD
  • Diverse Kopfhörer von AKG, Shure und Beyerdynamic
  • Kopfhörerverstärker Millett NuHybrid
  • Phono Vorverstärker Little Bear T10, externes Netzteil und weitere Modifikationen
  • Vollverstärker Cayin A-55T
  • Cinchkabel Martion Orgon Blue
  • Lautsprecherkabel Kimber 8PR
  • Lautsprecher Sonics Amerigo
  • Zubehör Netzkabel und ungefilterte Netzleiste DIY auf Basis von Rittal 7240, Sorbothane-Dämpfer, Rack IKEA Expedit (wegen der Schallplatten)

Raum 2

  • Digitaltransport Raspberry Pi 3 mit HifiBerry Digi Pro
  • SACD-Player Denon DVD-3930
  • Reclocker Mutec MC-3+ Smart Clock
  • DAC, DSP, Frequenzweiche, Raumkorrektur, Vorverstärker MiniDSP 4×10 HD
  • Aktivlautsprecher mit 4-Kanal-Endstufe Martion Bullfrog
  • Kabel alle DIY auf Basis von Cordial, MTI und Sommer
  • Zubehör Netzkabel und ungefilterte Netzleiste DIY auf Basis von Rittal 7240, Rack von Martion

Server

HP-server mit Intel i5, 8GB RAM, 128GB SSD, 4TB HDD, Teac DVD-Laufwerk, Windows 10, Logitech Media Server 7.9 nightly, EAC, Filternetzleiste, WLAN 802.11ac, Internetanbindung mit VDSL 100MBit/s

Und falls noch jemand weiter fragt: Das ganze Streamingzeugs läuft über WLAN, selbst DSD64 und PCM mit 24/192 sind damit problemos und wohlklingend machbar. Für die Leute, die sich gerade überlegen ihr Geld für audiophile Cat.7-Strippen und audiophile Switche auszugeben: Muss man nicht.

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In eigener Sache, Musik, vintage

Rote Rarität

Liebe Leser,

kann einer von Ihnen vielleicht weiterhelfen? Beim Stöbern fand ich neulich eine ganze Kiste Schellack-Platten. Eine davon sah besonders spannend aus -aber ist das überhaupt Schellack? Das Material ist etwas leichter und in feinstem Dunkelrot gehalten. Könnte das bereits ein frühes 78er Vinyl anno 1946 sein?

Die Infos sind knapp – ein Label gibt es nur auf der Vorderseite.

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Und dann hab ich da noch etwas in eigener Sache. Nur mal um zu sehen, wer das hier unten noch liest: Meine 83 Schellacks werden verschenkt. Alles, was Sie machen müssen, ist

  • eine Mail an adrian.schoene[at]gmx.de schreiben
  • in Hamburg vorbeikommenern
  • einen Kaffee mit mir trinken
  • die Kisten mitnehmen

Die Platten sind aus verschiedenen Genres (Sinfonik, Opernquerschnitte, Tanzmusik, Operette, Arien, Chansons, Klaviermusik). Der Zustand ist schwer verschieden – von zerkratzt, verstaubt und verwellt bis hin zu g+. Sie kommen in zwei Koffern und zwei Alben, alles aus den 30er oder 40er Jahren. Wenn Sie wissen wollen, was Sie da inhaltlich erwartet: Ich habe die Labels abfotografiert und beantworte Fragen.

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Branche, In eigener Sache, Musik

Heute ist ein guter Tag

Seit die Deutsche Telekom mit StreamOn ein Vertragskonstrukt anbietet, das den Datentransfer bestimmter Streaming-Dienste („Partner“) nicht mehr ins monatliche Datenvolumen fallen lässt, bin ich dabei. Ich kenne die Diskussion um die Netzneutralität. Ich habe die AGBs für Partner gelesen. Und ich habe „meinen“ Streaminganbieter gefragt, ob sie nicht Partner werden wollen. Denn was habe ich von StreamOn? YouTube nutze ich nur sporadisch, beim ZDF schaue ich gelegentlich mal eine Folge Bares für Rares, das war’s dann auch schon. Aber meinen Streaming-Dienst, der mich als Sublime-Kunde schon ne Menge Geld kostet und den ich gerade wegen seiner kleinen Klassik-Labels liebe und schätze – den nutze ich unterwegse immer mit diesem doofen Hintergedanken: Eine Stunde gehört – sind schon wieder 380MB weg. Kannste ja eigentlich zu Hause in die Offline-Liste laden, geht ja auf’s Datenvolumen.

Das ist nicht sonderlich entspannt.Bis jetzt.

Das lange Warten scheint sich gelohnt zu haben: Qobuz ist seit neuestem dabei, und die Streaming-Welt bekommt das Gesicht, das sie in der Werbung immer trägt: Voller Zugrif, immer und überall.

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