In eigener Sache, Musik, vintage

Rote Rarität

Liebe Leser,

kann einer von Ihnen vielleicht weiterhelfen? Beim Stöbern fand ich neulich eine ganze Kiste Schellack-Platten. Eine davon sah besonders spannend aus -aber ist das überhaupt Schellack? Das Material ist etwas leichter und in feinstem Dunkelrot gehalten. Könnte das bereits ein frühes 78er Vinyl anno 1946 sein?

Die Infos sind knapp – ein Label gibt es nur auf der Vorderseite.

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Und dann hab ich da noch etwas in eigener Sache. Nur mal um zu sehen, wer das hier unten noch liest: Meine 83 Schellacks werden verschenkt. Alles, was Sie machen müssen, ist

  • eine Mail an adrian.schoene[at]gmx.de schreiben
  • in Hamburg vorbeikommenern
  • einen Kaffee mit mir trinken
  • die Kisten mitnehmen

Die Platten sind aus verschiedenen Genres (Sinfonik, Opernquerschnitte, Tanzmusik, Operette, Arien, Chansons, Klaviermusik). Der Zustand ist schwer verschieden – von zerkratzt, verstaubt und verwellt bis hin zu g+. Sie kommen in zwei Koffern und zwei Alben, alles aus den 30er oder 40er Jahren. Wenn Sie wissen wollen, was Sie da inhaltlich erwartet: Ich habe die Labels abfotografiert und beantworte Fragen.

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Elektronik, kunst, offtopic, vintage

Off-HiFi: Wandlung im doppelten Sinne

Liebe Leser,

Upcycling ist keine neue Idee. Seit Jahren führen uns kreative Menschen vor Augen, wie viel wir wegwerfen. Es ist so viel, dass es sogar reicht um alle Arten von Kunsthandwerk, Gebrauchsgegenständen und Designs zu produzieren, ohne dass unser Wohlstandsmüll dadurch wesentlich reduziert würde. Es ist zu viel.

Nun können wir darüber betrübt sein, wir können aber auch unsere Äpfel lose nach Hause tragen. Wir sollten nachhaltige Produkte kaufen und allgemein mehr auf die lange Haltbarkeit von Konsumgütern achten. Wir HiFi-Verrückten sind da mit dem eingebauten Gewissens-Doping versorgt: Unsere Anschaffungen überleben das nächste Handy um den Faktor 10. (Dass der so langlebige japanische SET-Verstärker im Laufe seiner hifidelen Lebenszeit die Energieressourcen einer Großfamilie verschlingt , ist ein anderes Thema…)

Um wieder auf’s kreative Upcyceln zu kommen – das ist für mich nicht die Lösung. Es ist eiun wertvoller Hinweis, es ist kreatives Statement, bewusster Umgang mit Materialien, es ist Perspektivenwechsel und manchmal ist es einfach schön.

Die Hamburgerin Marina Nörren gestaltet unter dem Label „Transformator-Art“ Schmuck aus Elektronik. Sie verwandelt schnöden bis ultra-edlen Elektroschrott in hoch individuelle, tragbare Kunst. Der hier dargestellte Anhänger ist Wandlung in dreierlei Hinsicht.

  1. Vom Schrottteil zu einem Paar Manschettenknöpfe (damals noch mit dem Kunststoffgehäuse).
  2. Nach dem Verlust des Linken wurde der Rechte geöffnet und zum Anhänger umgearbeitet.
  3. Und schließlich Wandlung, Aspekt Nr. 3: Der Baustein ist tatsächlich ein früher Digital-Analog-Wandler von Burr-Brown (DAC801k).

Wer sich die wunderbaren Arbeiten von Frau Nörren selbst besehen möchte, findet sie oft samstags von 11-18 Uhr beim „Der.Die.Sein Markt“ im Unilever-Haus. Zum Abschluss gibt es noch ein paar Manschettenknöpfe – mann kann ja nie genug davon haben…

Marina_MK

 

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